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In einigen Räumen findet eine Streitszene statt (mit der Maus auf Zimmer fahren). Durch klicken erhält man mehr Informationen zur entsprechenden Streitszene.

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Ablauf

Grundsätzliches

Mit dem Projekt ‚Bis jemand weint… Wenn Geschwisterstreit zu weit geht.’ wird das Ziel verfolgt, mit lokalen Schulklassen und anderen Kinder- und Jugendgruppen aus der deutschen Schweiz ein lokales Projekt zum Thema Geschwisterstreit zu organisieren. Der Ablauf eines Projekts ist hier nur teilweise definiert, denn wir gehen davon aus, dass die lokalen Projekte immer anders aussehen werden.


Zeitlicher Rahmen

Im Durchschnitt wird erwartet, dass das Team von NCBI während eines lokalen Projekts zwei bis drei Mal für ein Treffen mit der ganzen Gruppe (inkl. des Anlasses) anreist. In der Regel werden die Treffen mit den Kinder- und Jugendgruppen zwischen zwei und vier Stunden dauern. Der Aufwand einer Gruppe für die Vorbereitung der Veranstaltung beträgt in etwa 10-12 Stunden.


Lokale Projekte

Das Projekt mit einem von NCBI geleiteten Workshop. Anschliessend arbeitet die Gruppe mit Begleitung der lokalen Verantwortlichen und NCBI an den Aktivitäten (Umfrage, Bildergalerie, Rollenspiele, lokaler Anlass; siehe unten). Im Voraus werden mit der Kontaktperson der Rahmen der lokale Aktivitäten und die Prioritäten für den Workshop besprochen. An einem ersten, dreistündigen Treffen nimmt die ganze Gruppe an einem von NCBI durchgeführten Workshop ‚Bis jemand weint…‘ teil. NCBI – Methoden werden eingesetzt, um das Thema offen, aber mit Respekt gegenüber der Privatsphäre aufgreifen zu können. Allenfalls aufbrechende Betroffenheit wird angemessen aufgefangen. Die Themen sind:

Die Aktivitäten werden bereits im Rahmen des Workshops vorbereitet. Nach dem ersten Treffen macht eine Gruppe die Umfrage. Je nach Alter der Kinder kann die Form und die Unterstützung bei der Umfrage angepasst werden. Eine zweite Gruppe gestaltet eine kleine Kunstausstellung zum Thema. Die dritte Gruppe übt Rollenspiele zu Streitsituationen und inklusive deren Lösungen ein, welche an der Abschlussveranstaltung präsentiert werden. Die vierte Gruppe ist für die Organisation der Veranstaltung zuständig. Der Rahmen für die Veranstaltung wird im Vorfeld abgesteckt. Es wird auf die Bedürfnisse und Vorstellungen der lokalen Organisation einerseits und die der Kinder und Jugendlichen andererseits eingegangen. Der Anlass wird organisiert, damit viele Kinder und Jugendliche sowie Erwachsene und vor allem Eltern einbezogen werden und wissen, was diese Kinder an diesen Tagen gemacht haben. Bei der Organisation dieser Veranstaltung sind die Kinder und Jugendliche massgeblich beteiligt. Der Anlass wird bei jedem lokalen Projekt anders aussehen, da er in Grösse und Art ganz von der Gruppe abhängt. Wichtig ist, dass aufgezeigt wird, was gemacht wurde.

 Gruppe „Reporter“

Ein Teil der Auseinandersetzung mit dem Thema Geschwisterstreit soll dadurch geschehen, dass die Kinder und Jugendlichen eine Umfrage bei anderen Kinder, Jugendlichen, aber auch Erwachsenen zu deren Meinung zu Geschwisterstreit machen.

In einem ersten Schritt machen sie sich Gedanken zu möglichen Interviewfragen. Was interessiert sie? Was möchten sie von welchen Personen wissen? Welcher Schwerpunkt soll in der Umfrage gesetzt werden? Natürlich gilt es da auch zu überlegen, welche und wie viele Personen sie interviewen möchten und können. Die Form, Länge und die nötige Unterstützung bei der Durchführung der Umfrage ist massgeblich vom Alter der Kinder bzw. Jugendlichen abhängig. Weiter kann in der Gruppe auch entschieden werden, ob die Umfrage schriftlich oder mündlich gemacht wird und was daraus entstehen soll. Es muss auch bestimmt werden, ob alle die gleichen Fragen stellen oder ob die Kinder diese individuell wählen und anpassen.

Gruppe „Kunstgalerie“

Die zweite Gruppe stellt das Thema künstlerisch dar. Dabei geht es um die Ambivalenz in Geschwisterbeziehungen. Oft ist es gut, Geschwister zu haben, z.B. zum spielen oder um ihnen Geheimnisse anzuvertrauen. Andererseits können Geschwister nerven und es kommt immer wieder zu Streit, der manchmal auch zu weit geht. Diese zwei Pole sollen in Bildern dargestellt und im Rahmen der Veranstaltung ausgestellt werden.

Zudem wird in dieser Gruppe ein Spruch ausgearbeitet, welcher auf Produkte gedruckt werden, welche die Kinder und Jugendlichen als Friedensgeschenke für ihre Geschwister mit nach Hause nehmen können.

Gruppe „Thermometer und Rollenspiele“

Die dritte Gruppe stellt selber erlebte Streitereien in Geschwisterstreit-Thermometer dar. Nachdem sie für die Streitsituationen Lösungen gefunden haben, üben sie Rollenspiele dazu ein (einmal ohne und einmal mit Lösung). Dadurch soll das Bewusstsein dafür gestärkt werden, wie Streitereien entstehen und wie sie abgekühlt werden können.

Gruppe „Eventmanagement“

Die vierte Gruppe ist verantwortlich für den Ablauf und die Organisation der Veranstaltung. Was soll der Reihe nach präsentiert werden? Wer moderiert die Veranstaltung? Ist bereits klar, wo die Veranstaltung stattfindet und wer eingeladen wird? Welche Infrastruktur benötigen wir? Gibt es einen Apéro? Wer macht das? Für solche Fragen ist die Gruppe Eventmanagement verantwortlich.

Lokale Abschlussveranstaltung

Damit auch andere Kinder, Jugendliche, Erwachsene, die Eltern und wenn möglich auch die Geschwister miteinbezogen werden und wissen was die Kinder in diesem Projekt gemacht haben, wird ein Anlass organisiert. Bei der Organisation dieses Anlasses sind die Kinder und Jugendlichen massgeblich beteiligt. Der Anlass wird bei jedem lokalen Projekt anders aussehen, da er in Grösse und Art ganz von der Gruppe abhängt. Wichtig ist, dass aufgezeigt wird, was gemacht wurde. In der Regel werden lokale Medien für die Veranstaltung eingeladen, um so die Reichweite des Projekts zu vergrössern.

Kosten

Die Durchführung des Projekts mit einer Klasse kann dank Subventionen für 300.- angeboten werden. Jede weitere Klasse im gleichen Schulhaus kann für 100.- parallel am Projekt teilnehmen.